Wie smarte Telematik die Fuhrparksteuerung im Handwerk neu definiert
Im Handwerk bleibt Technologie oft so lange ein Randthema, bis ihr Nutzen klar auf der Hand liegt. Doch wer sich früh wagt, hat die Nase vorn – so der Gedanke von THOR, welches als Unternehmen seit Jahren bestrebt ist, Maßstäbe in Sachen digitales Flottenmanagement mit smarten Lösungen zu setzen.
Transparenz durch Daten: Kontrolle trifft Verantwortung
Was vor rund zehn Jahren mit der simplen Frage begann, wo sich unsere Fahrzeuge befinden, ist inzwischen ein zentrales Steuerungsinstrument geworden. Heute lassen sich auf dem Dashboard nicht nur der Standort der rund 700 Firmenfahrzeuge ablesen, sondern auch Kilometerstände, Laufleistungen und Wartungsintervalle. Alle 2.000 bis 3.000 Kilometer werden Service- und Werkstatttermine automatisiert eingeplant.
Neben Effizienzsteigerungen bringt die Telematik auch Transparenz: Standzeiten auf Baustellen lassen sich nachvollziehen und gegenüber Auftraggebern eindeutig belegen. Das ist ein großes Plus für Abrechnung und Nachweisführung – ganz im Sinne einer fairen, datenbasierten Zusammenarbeit.
Ein starkes Zusammenspiel von Hard- und Software
Für den digitalen Überblick sorgt bei THOR die Kombination aus dem GPS-Ortungs-System Tomtom-Box Link 640, welches in den Einsatzfahrzeugen verbaut wird, und der webbasierten Plattform von Webfleet. Jedes Fahrzeug wird in der hauseigenen Werkstatt in Leinefelde mit der Hardware ausgestattet. Das System liefert Echtzeitdaten, die nicht nur den Fuhrpark effizient steuern, sondern auch Kosteneinsparungen ermöglichen. Rund 20 Millionen Kilometer und zwei viele Liter Diesel summieren sich jährlich. Das beweist, dass jede Optimierung sich unmittelbar auswirkt.
Außerdem profitieren alle im Unternehmen durch Transparenz und Sensibilisierung des datenschutzkonformen Systems: Fahrer wählen bewusst günstigere Tankstellen, Unfälle können exakt rekonstruiert werden und das Fahrverhalten wird positiv beeinflusst – all das senkt Kosten und fördert Sicherheit.


Nächster Schritt: KI-gestützte Vernetzung von Lager und Tourenplanung
Der nächste Meilenstein steht bereits an: die Verbindung von Telematik mit dem neuen Auftrags- und Lagermanagementsystem. Ziel ist eine digitale Plattform, die Fahrzeugbeladung, Lagerprozesse, Tourenplanung und Personaldisposition intelligent miteinander verknüpft.
Der Anlass ist klar: künftig soll der neue Bereich Messdienstleistungen bei THOR stark anwachsen und damit steigt auch der Fahrzeugbedarf auf bis zu 1.000 Einheiten. KI-basierte Tools sollen künftig Disponenten Empfehlungen geben und Lageristen bei der Bestückung unterstützen.
So entsteht eine nachhaltige Steuerung von Personal, Fahrzeugen und Material – datenbasiert, ressourcenschonend und ein echter Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Die Vorzüge künftiger KI-gestützter Telematik werden weit über reine Datenanalysen hinausgehen. Ich freue mich, dass das Thema im Handwerk zur breiteren Diskussion anregt.
Peter Thees
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